Gleich geht es los auf den Weg zum Frankfurter Flughafen !
Auch wenn ich wirklich wochenlang nicht aufgeregt war (!) liege ich nun doch schlaflos im Bett.
Ich werde um 13:10 Uhr knapp 9 stunden lang nach Washington D.C. Fliegen.
Ich bin wirklich froh, wenn ich meine Großeltern, Eltern, meinen Freund und meine beste Freundin verabschiedet habe weil erst dann kann ich mich so richtig auf die Zeit freuen !
Über 1000 Klicks - Wow !
Countdown's done - Save flight to all of us !
Ich verbringe 10 Monate im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", den USA mit dem PPP-Stipendium. Hier erfahrt ihr alles, was mich bewegt, was ich erfahre und was bei einem Auslandsaufenthalt zu beachten ist.
14. August 2014
12. August 2014
Endgültige Gastfamilie
Genau drei Tage vor der Abreise habe ich meine
wirklich endgültige Gastfamilie bekommen ! Nach einer Welcome
Family, Versprechungen und möglichen Familien habe ich nun meine
Familie für die nächsten 10 Monate.
Ich habe nicht, wie die meisten, Gasteltern, sondern
'Gastgroßeltern', da meine Gastschwestern (9 und 14) bei ihren
Großeltern leben. Mit meinen Schwestern habe ich viel gemeinsam, die
ältere geht auch auf meine Schule und sie freuen sich schon beide
auf gemeinsame Sprünge in den hauseigenen Pool ! Die Familien will
mir Kentucky und auch die umliegenden Staaten zeigen, mag Campen und
jeden Freitag heißt es 'Family Movie Night'. Sie haben einen Hund
und eine wirklich riesige Verwandtschaft, die ich auch auf einer
Hochzeit alle kennenlernen werde :)
Auch wenn ich jetzt endlich weiß wohin und zu wem,
bleibt eine gewisse Skepsis weil ich momentan noch nicht klar weiß,
wie gut ich mich einleben kann. Allerdings ist mein 2. Tag bereits
ein Schultag, deswegen hoffe ich keine Zeit für Heimweh zu haben ..
!
Bundestagsabgeordnete !
Meldet euch bei eurem Abgeordneten, solltet ihr das PPP
haben, denn sie interessieren sich meist wirklich für euch und
wollen euer Abenteuer oft auch auf ihrer Website oder in regionalen
Zeitungen bekanntmachen ! Ihnen habt ihr ein Stück weit auch das
Stipendium zu verdanken :)
10. August 2014
Packstress
Genau 10 Tage vor meinem Abflug habe ich damit begonnen,
meinen Koffer zu packen. Für einige mag das früh erscheinen, aber
ich hatte letztendlich ziemlich viele Probleme bezüglich meines
Koffers und bin froh, genug Zeit gehabt zu haben, noch einige Dinge
zu kaufen oder umzuändern.
Dabei ging es im Wesentlichen darum, die
Gepäckbestimmungen einzuhalten, die bei Lufthansa so aussehen :
Handgepäck
: 2 Gepäckstücke (z.B. kleiner Koffer+Tasche) 55x40x20cm = 8kg
! Laptop wird nicht zu diesen 8kg berechnet !
Koffer
: 1 Koffer Höhe+Breite+Tiefe 158cm = 23 kg
Übergewicht kostet bis zu 100Euro, ein zu großer Koffer 200Euro
Ich
hatte mir extra einen neuen Koffer gekauft, der das erforderliche
Sicherheitsschloss
besitzt und begann nun den Koffer zu packen, bis ich auf die Idee
gekommen bin, in auch mal auszumessen – er war 2cm zu groß und 2kg
zu schwer ! Also musste ein neuer Koffer her und etliche Fragen kamen
auf : Wo stecke ich die 2 überschüssigen kg hin? Nehme ich einen
Handgepäckskoffer mit? Benutze ich einen Rucksack? Eine Tasche?
Wohin kommt die Kamera? Kaufe ich mir ienen leichteren Laptop?
Da
der alte Koffer zu groß war, blieb mir nichts anderes übrig als den
nächstkleinern Koffer aus dem Set zu nehmen – und der war wirklich
klein ! Mit Hilfe von Vakuum-Kleidersäcken
habe
ich es dann aber tatsächlich geschafft unter drücken und quetschen
alles Wichtige in meinen winzigen Koffer zu schaffen.
Niemand
wird mir glauben, dass ich mit diesem kleinen Koffer in
4 Tagen nach
Amerika reisen werde !
Mein Baby
2. August 2014
Chaos...
Langsam beginne ich zu begreifen warum die
Austauschorganisationen die Informationen über Region und
Gastfamilie erst herausgeben, wenn sie wirklich von allen Seiten
abgesichert und dingfest sind. Denn wenn man gesagt bekommt man suche
nach einer Familie, die eine Tochter auf derselben Schule wie man
selbst hat und plötzlich die auch noch unsichere Information
bekommt, man hat doch keine Gastschwester sondern kleine Geschwister
unter zehn ist die Enttäuschung größer, als wenn man wochenlang
keine Gastfamilieninfos bekommt.
Sich ein Jahr auf einen völlig anderen Kontinent zu
begeben hat nun mal auch etwas mit Vertrauen zu tun und durch dieses
unsicher Hin und Her wird genau das leider bei mir momentan getrübt.
Natürlich ist einem klar, dass man für alles offen sein muss und
alles kommen kann aber wenn man weiß, dass man bei einer super
Familie hätte leben können, wenn man keine Katzenallergie haben
würde, hat man doch schon irgendwann den Eindruck eine 'Restfamilie'
zu bekommen bei der es nur darum geht, dass sie keine Haustiere hat
..
Ich weiß, dass sich meine Local Coordinatorin und meine
Direktorin momentan wirklich viel Mühe geben eine gute Familie für
mich zu finden und ich bin dafür auch sehr dankbar aber das ungute
Gefühl überwiegt momentan leider.
Jetzt sind es noch 12 Tage bis ich endlich meine
Freunde vom Vorbereitungsseminar am Frankfurter Flughafen wiedersehe
– die Orientation in Washington ist leider gerade das einzige,
worauf ich mich richtig freue !
27. Juli 2014
Erneute Ungewissheit
Nachdem ich ja meine Welcome Family in
Louisville,Kentucky bekomen hatte, mit der ich echt zufrieden war,
denn sie entsprachen wirklich meiner Traumvorstellung, stellte sich
leider heraus, dass sie zwei Katzen besitzen. Allerdings bin ich
gegen Katzen allergisch, weshalb Experiment auch beschlossen hat,
mich nicht in diese Familie zu schicken.
Nun stehe ich also 18 Tage vor Abflug wieder ohne
Familie da.
Vermutlich bleibe ich aber an der Presentation Academy
und in Louisville, da ich von meiner Hostmum und der Local
Coordinatorin weiß, dass momentan lokal nach einer Familie für mich
gesucht wird.
Aber das Gefühl, noch immer nicht zu wissen in welchen
Verhältnissen man die nächsten 10 Monate wohnen wird und wie die
Menschen so sind, wie sie aussehen und was sie begeistert, beunruhigt
einen und macht einen leider nicht gerade optimistischer ..
7. Juli 2014
Packliste
So langsam geht es in die heiße Phase was Koffer packen
und letzte Besorgungen erledigen angeht.
Was mir dabei immens hilft ist eine Packliste ! So
verhindert man, dass man am Tag des Kofferpackens vor seinem
Kleiderschrank steht und zu viel Unnötiges mitnimmt und etwas
vergisst. Ich habe mehrere Listen für meinen Koffer, das Handgepäck,
was ich hier in Deutschland noch kaufen muss und was ich beim ersten
Einkauf in den USA unbedingt brauche.
Handgepäck
- !!! Flugticket, Pass mit Visum, Personalausweis, Passbilder, Adressen und Telefonnummern, Portemonnaie mit Bargeld und Kreditkarten !!!
- Beschäftigung im Flugzeug
- Handy, Kamera, Laptop ..
Koffer
- Gastfamilieninfos,, Versicherungsnachweis, Krankenkarte, Experiment Mappe, Impfpass, Kopien
- Ladegeräte, Adapter, Akkus, Speicherkarten, ext. Festplatte
- Medikamente
- Bad- und Kosmetikartikel in möglichst kleinen Verpackungen
- Taschen, Schmuck, Gastgeschenke
- Schulsachen
- Schuhe (3-5Paar), Jacken, Cardigans, Schals
- Unterwäsche, Socken, Bikinis
- lange+kurze Hosen, Röcke + Gürtel
- T-Shirts, Tops, dicke+dünne Pullover, Hemden
- Blazer, Kleid, Blusen, Strumpfhosen
- Sportkleidung, Gemütliche Kleidung, Schlafkleidung
- Erinnerungen an die Familie
Noch 39 Tage !
30. Juni 2014
Finally going to ...
…
Louisville in Kentucky !
Mein
Wunsch vom warmen Süden ist, 48 Tage vor Abflug, tatsächlich wahr geworden :)
Louisville
ist die größte Stadt in Kentucky und verfügt über einige Museen,
Restaurants und Malls. Es heißt für mich also nicht 'Pampa', 4
Meilen bis zum nächsten Haus, sondern Zivilisation und
Infrastruktur.
Dort
werde ich auf die Presentation Academy, eine katholische Privatschule
für Mädchen gehen (http://www.presentationacademy.org/).
Dank dem Direktor, der mir ein 'Stipendium' gegeben hat, muss ich
nicht tausende Dollar Schulgeld bezahlen. Das werden auch meine
ersten Erfahrungen mit einer Schuluniform werden, die ich eigentlich
immer als Einschränkung der Selbstverwirklichung sehe, aber 'be
quick to observe but slow to judge' ;) An den Gedanken einer
katholischen Mädchenschule musste ich mich erst mal gewöhnen, da
ich mich eigentlich besser mit Jungs verstehe, weil sie einfach
unkomplizierter sind ;) Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die
Mädchen dort so sind und ob sie wirklich so traditionell und prüde
sind, wie ich es zurzeit noch erwarte.
Mit
der Familie ist alles noch etwas unklarer, da ich eine 'Welcome
Family' habe. Meist sind das Familien, die noch nie vorher gehostet
haben und sich deshalb dafür entscheiden, erstmal nur für eine
begrenzte Zeit den Gastschüler aufzunehmen. In meinem Fall ist es
jedoch so, dass meine Schule mich 'ausgesucht' hat und immer noch
nach einer wirklich passenden Familie für mich sucht. Meine Welcome
Family treffe ich nur, sollte CIEE keine geeignete Gastfamilie vor
meinem Abflug finden.
Das
Gefühl ist etwas seltsam, so 'herumgereicht' zu werden und nicht
genau zu wissen, in welche Familie man genau kommt.
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